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15.11.2017 09:51 Alter: 4 yrs

Wachstumspirale BRICS-Länder: Wirtschaft wächst, Mittelschicht expandiert, Bildungsnachfrage steigt überproportional

• Neue Zeichen der Stärke: Zum ersten Mal seit fast drei Jahren sind die vier BRIC-Länder Brasilien, Russland, Indien und China im ersten Halbjahr 2017 gewachsen. • Dieser Wachstumskurs wird wiederum einige Schlüsselindikatoren stärken, wie Einkommenswachstums und die Expansion der Mittelschicht, die eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Studienauslandsnachfrage spielen.


Wachstumspirale BRICS-Länder: Wirtschaft wächst, Mittelschicht expandiert, Bildungsnachfrage steigt überproportional

Für einige der größten Schwellenländer der Welt waren es schwierige Jahre. Die Schwäche an den Rohstoffmärkten - insbesondere der Rückgang der Weltölpreise im Jahr 2014 – spielte eine große Rolle, aber auch die Abwertung des Yuan durch China im Jahr 2015 und in jüngster Zeit Indiens Versuch, einige seiner wichtigsten Banknoten im Jahr 2016 zu tauschen.

Aus diesem Grund ist eine Rückkehr auf den Wachstumspfad von einigen der größten Schwellenländer in diesem Jahre so bedeutend. Zum ersten Mal seit fast drei Jahren wachsen gleichzeitig die vier BRIC-Staaten - Brasilien, Russland, Indien und China, wenn auch mit sehr unterschiedlichen Wachstumsraten.

Und auch mit Blick auf die Zukunft, erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für alle vier Märkte bis 2021 ein positives Wachstum.

 

Land

Prognose Wirtschaftswachstum
2016-2021

Brasilien

1.6%

Russlaand

1,5%

Indien

7,7%

China

6,1%

Südafrika

1,8%

Prognosen des Internationalen Währungsfonds für ein durchschnittliches jährliches Wachstum für die BRICS-Länder, 2016-2021. Quelle: IWF

Bei allen Gemeinsamkeiten, muss man die vier Volkswirtschaften aber differenziert betrachten. Während China und Indien besonders stark die Globalisierung nutzten und ein Teil der globalen Lieferketten geworden sind, nutzen vor allem Brasilien und Russland die Globalisierung, um ihre natürlichen Ressourcen zu verkaufen.

Die Rückkehr zum Wachstum für Brasilien und Russland hat daher viel mit einer anhaltenden Erholung der Weltrohstoffpreise zu tun. China und Indien werden durch die Stärkung der Nachfrage nach Produktions- und Dienstleistungen beflügelt.

Gerade in diesem Zusammenhang ist es interessant zu reflektieren, wie die BRIC-Staaten in den letzten Jahren an Glanz verloren haben, nicht nur wegen der erwähnten Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Rohstoffmärkten und der Fiskalpolitik. Die globalen Erwartungen für die BRIC-Gruppe (jetzt BRIC-S, mit der Südafrika 2010 eingeladen wurde), haben oft deutlich gemacht, wie schnell sie wachsen. Die Wahrheit ist, dass die vier Länder mit sehr unterschiedlichen Raten expandieren und im Falle Brasiliens und Indiens unter dem liegen, was man von einem großen Wachstumsmarkt erwarten würde.

Diese Fokussierung auf die reine Prozentzahl beim Wachstum täuscht jedoch über die Tatsache hinweg, dass eine solche Expansion nur ein Teil des Kontextes für die BRIC-Länder ist. Ein weiteres wichtiges Element, und wohl der bedeutendere Aspekt, ist die Größe dieser Märkte auf der Weltbühne. Insgesamt werden die fünf BRICS-Volkswirtschaften (einschließlich Südafrika) bis 2021 fast 40% des BIP-Wachstums auf der Welt ausmachen.

Dieser allgemeine Wachstumskurs wird wiederum einige der Schlüsselindikatoren antreiben, einschließlich des Einkommenswachstums und der Expansion der Mittelschicht, die eine große Rolle bei der Gestaltung der Auslandsnachfrage spielen. "1990 machte China 0% der globalen Mittelschicht aus; Bis 2015 umfasste es 16%, und weitere 350 Millionen Chinesen werden bis 2030 beitreten ", stellt Time fest. "Die Zahl der Inder stieg von 1% der globalen Mittelschicht im Jahr 1990 auf 8% im Jahr 2015. Bis 2030 werden voraussichtlich weitere 380 Millionen Inder hinzukommen."

Gerade Bildung ist eines der Güter, die die neue Mittelschicht besonders nachfragt. So waren in Indien die Ausgaben für Bildung im Vergleich der Jahre 2015/2016 mit über 46 Million US$ der am zweit schnellsten wachsende Posten, wie die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing „Germany Trade & Invest“ den Daten des CSO im Mai 2017 entnommen hat.

Für deutsche Bildungsanbieter besteht somit gerade in diesen wachsenden Märkten eine Chance zu expandieren. Gerne berät IFAME Sie in internationalen Bildungsprojekten!